Was dabei herauskommt, wenn…

2009/06/22 von lautdenker

…ich beim Einkaufen zu viel in Twitter-Messages bzw. Facebook-Headlines denke:

Matti Seithe fragt sich, ob es einen Zs’hang gibt zwischen der schrecklich rosa Farbe der SACHSENmilch und dem LSU-Empfang letzte Woche in der Vertretung des Freistaats SACHSEN beim Bund.

Matti Seithe hatte sich zu früh gefreut über baskische Vanillesoße bei seinem Discounter und durfte dann lernen, dass San Sebastián de los Reyes in der Comunidad de Madrid liegt.

Matti Seithe hat sich heute im Kampf gegen Alltagseintönigkeit bewährt: Einkauf bei #edeka abgebrochen auf Grund von verwerflich-hässlicher Eigen-Billig-Marke #gut&guenstig.

Matti Seithe hat sich nicht gefreut, als er ein weiteres Mal die Häutung seines Lieblingsdiscounters #plus zum #netto miterleben musste. Gut sortierte Produktpalette adé, Chaos und Schlampigkeit olé?

Schönster Ort der Welt V

2009/06/11 von lautdenker

53°12′32.69″N
13°17′14.96″E

(Schlüßhof,  Lychen, Mecklenburg-Vorpommern, Germany)

Schlüßhof bei Lychen

Schlüßhof bei Lychen

Filmzitat der Woche IV

2009/06/05 von lautdenker

„Gieß jetzt endlich mal den Telefonmast!“

(Ljubica Adzović in „Schwarze Katze, weißer Kater“ zu Branka Katić, während sie gerade am Telefon über die Darstellerin verhandelt, welche mit dem Hinterteil einen Nagel aus einem Brett ziehen kann.)

Schönster Ort der Welt IV

2009/06/03 von lautdenker

52°59′36.02″N

4°44′15.38″E

(Südstrand der Insel Texel, Niederlande)

Südstrand der Insel Texel in Niederlande

Südstrand der Insel Texel in Niederlande

Der beste Club der Welt? (Teil 2/2)

2009/06/03 von lautdenker

Fortsetzung von Teil 1/2 des „Berichts eines Besuchs des prälegendären Berghains“

… Der Türsteher mit den traurigen und pechschwarz umrandeten Augen, wartete etwa 10 Sekunden, dann schaute er uns plötzlich an. Ohne das Gesicht zu verziehen meinte er: „Sorrie, ju dont get in.“ Der Kerl in der Reihe vor uns drehte irritiert seinen Kopf und schaute den Vasallen des Bösen in die Augen. Der wiederholte ebenso emotionslos seinen Vers: „Ssorry, yu doont gett inn!“ Der Typ in der langweiligen Jacke zuckte desinteressiert mit den Schultern und zog schweigend ab. Wir jedoch klammerten uns an den Gedanken ‚Ey, der 0815-Typ gehört ja nicht zu uns!!!’ und rührten wir uns nicht vom Fleck. Aber uns blieb nur eine Kunstpause von zwei Sekunden bis der Beastman gelassen, aber mit Nachdruck hinterher schob: „Se säim wiss ju!“

Damit war dieses Projekt gegessen. Wir traten ohne Widerspruch nach rechts von der Bühne ab.

Aber beklagen konnten wir uns nicht. Schließlich hatten wir auch so unseren Spaß gehabt und ich nahm einige tolle neue Ideen für diesen Blog mit nach Hause.

PS: Ja klar waren wir enttäuscht nicht hinein gelangt zu sein. Nun werden wir weiterhin nicht beim wichtigsten Thema der Hauptstadt mitdiskutieren können.

Diese Enttäuschung überlagerte dummerweise auch ein wenig die Urkomik, die uns die Szenerie hier geboten hatte.

…in meiner Erinnerung male ich mir die Szene noch ein bisschen schöner: Zum Beispiel, dass ich mich getraut hätte, auch nur den Hauch eines Protestes gegen die Wahllosigkeit des Türstehers vorzubringen, was dann den ‚Teufel himself’ im Dunkel der Hölle ein grimmiges Löwenknurren entlockt hätte. „Rrraaaaaaaooooo! Hinforrrt von diesem Orrrt!“ Mit vollen Hosen wären wir davon gelaufen. Es wäre herrlich gewesen.

Bei der Abfahrt kam uns noch der geniale Gedanke auf der Brachfläche gegenüber des Berghains unsern eigenen Club aufzumachen: „Das Kreuz Friedrich’s“. Aber welche Legenden wir um diese viiieeel mystischere christlich-barbarische Tanzanstalt ranken lassen werden, erzähle ich beim nächsten Mal. ;)

PPS: Die gesparten 12 Euro Eintritt spende ich übrigens demonstrativ dem christlichen Missionswerk „Dios de la luz“, das sich dem Kampf gegen illegale Rauschmittel und für absolute Keuschheit vor der Ehe einsetzt. Ätsche-Bäätsch!

Der beste Club der Welt? (Teil 1/2)

2009/06/03 von lautdenker

Bericht eines Besuchs des prälegendären Berghains

Nach langer Nacht und bereits zwei Partys in Kreuzberg wollten wir Samstag gegen 6 Uhr in den Club, der sich gerade mit recht witzigen Mitteln zur Legende machen möchte. Ins Berghain in Friedrichshain. (…nur nebenbei bemerkt: Ob es wirklich erstrebenswert ist, eine Legende im ersten Jahrzehnt nach den soziokulturell katastrophalen 1990er Jahren zu werden, soll bewusst offen gelassen werden.)

Nun denn. Schnell noch ein bisschen Koffein getankt, irgendwo Nähe Simon-Dachs-Straße ’ne Pizza für 2,50 Euro verdrückt und schwupps ging es mit Auto (!) vorbei an der Zentrale des Neuen Deutschlands direkt vor das Gelände des prälegendären Clubs. Die Sonne war an diesem Wochenende im Spätmai bereits aufgegangen und die Schlange vor dem Berghain immer noch gut 20 Meter lang.

Die Gespräche unter uns Jungs (by the way zwei vermeintliche Heteros und ein vermeintlicher Homo) lagen nahe: Wer ist hier in der Schlange eigentlich schwul? Wonach wird am Einlass selektiert? Baute der Kommunismus tatsächlich nur hässliche Häuser? Wollen wir wirklich so lange warten? Und so weiter.

Je näher wir dem Einlass kamen, desto mehr wurde uns die Szene vor dem Eingang gewahr: Der achso mysteriöse, langhaarige Piercing-Träger mit Halbgesichts-Tattoo hielt sich im Hintergrund. In den Nahkampf hatte er für heute Morgen zwei Vasallen geschickt: Einen Herren mit Glatze, der Assoziationen zu Terminator oder Kojak junior nichts Wirksames entgegenzusetzen hatte. Und seinen Kollegen mit kurzen gegelten (verschwitzten?) schwarzen Haaren, dessen Augenringe der Haarfarbe in Nichts nach standen. Nur ihr Durchmesser übertraf die Länge der Haare um mehrere Dezimeter.

Gleichzeitig hatten wir mit albernen Lachattacken zu kämpfen. Denn der Chef der Gääng, der einem versucht-gruseligen DEVA-Märchen entlaufen zu sein schien, zeigte sich zur Freude unseres sarkastisch-ironischen Wesens ab und zu im Halbdunkel des Türrahmens. Die Herausforderung war das Lachen mit aller Gewalt zu unterdrücken, um den Eindruck eines soliden potentiellen Partygastes nicht zu zerstören. Dies wurde zudem erschwert, da sich unser Puls längst im dreistelligen Bereich befand. Der Höllenschlund näherte sich, Luzifers Gehilfen leckten sich jetzt in ergreifbarer Nähe ihre spitzen Schneidezähne.

Kurz vor dem Übertritt in die unbekannte Spähre, gab es noch einen letzten Halt. Denn am Berghain marschieren immer wieder ein paar Dreiste an der langen Schlange vorbei und versuchen vorne von rechts direkt in den Club in Ostberlin zu gelangen. Interessant und (natürlich) nicht nachvollziehbar war, weshalb der Herr der Augenringe einmal einen Gast nicht vorließ, der mit von Drogen beschleunigter Stimme irgendwas von „Aber meine Kollegen warten da drin auf mich…“ faselte. Eine 5er Gruppe um ein brünettes Mädel ließ er hingegen ohne Nachfrage durch. Sie hatte nur gesagt: „Kann ich rein? …das hier hinter mir sind meine drei, ….äh sorry vier Freunde?“

Nun wie auch immer. Der traurige Mann mit dem glänzenden Haupthaar wandte sich wieder uns, die wir in der regulären Reihe standen, zu. Vor uns war nach dem letzten Schwung nur noch ein langweiliger Mann mit grau-grüner Sommerjacke stehen geblieben…

Fortsetzung folgt! Teil 2/2 in Kürze! :)

Top 10 Antworten auf die Frage „Aus welchem Käfig ist den ‚Der Türsteher des besten Clubs der Welt’ entlaufen?“

2009/06/03 von lautdenker

10. Rezeption des örtlichen Dessous- und Erotikfachgeschäfts

9. Kranführerkabuff auf der Großbaustelle Flughafen Berlin-Brandenburg

8. Unendliche Geschichte Teil 1 – 3

7. World Wrestling Federation

6. Schmidtis Würstchen-Bude am Olympiastadion

5. Intro von ‚Metro Goldwin Meyer’-Filmen

4. Bikerladen der Hell’s Angel’s an der A3 bei Köln

3. Alcatraz, Block 4

2. Masters of the Universe, Folge 2 ‚Das Schwarze Tor’

[...trommelwirbel]

1. A-Team, die Folge, in der sich B.A. undercover in einen illegalen Boxstall voller grobschlächtiger Ex-Knackis einschleicht

Wortschöpfung der Woche IV

2009/06/03 von lautdenker

Prälegendär

Prälegendär bezeichnet Ereignisse, Institutionen oder Persönlichkeiten, die sich in der Phase vor dem ‚Legendär-Sein’ befinden bzw. befinden möchten.

Filmzitat der Woche III

2009/04/23 von lautdenker

Abituuur!

(Henni Nachtsheim in ‘Abbutze’ auf die Frage einer Passantin „Sie müsse schon etwas lauda spräsche,… Was habbe Sie?“)

Schönster Ort der Welt III

2009/04/23 von lautdenker

39° 51′ 37.47″ N

4° 1′ 2.79″ E

(Puente de Alcántara, Toledo, Spanien)

Puente de Alcántara in Toledo, Spanien

Puente de Alcántara in Toledo, Spanien